Cello, Gitarre und Frauenstimme. Eine eigenwillige Band mit ungewöhnlicher Besetzung und Songs, die unter die Haut gehen.
Erstaunlich welchen Abwechslungsreichtum die Band auf ihrem neuen Album „volcano“ präsentiert. Mit akustischen Instrumenten, praktisch ohne elektronische Effekte, offenbart sich eine überraschende Klangvielfalt. Im Zentrum bleibt aber stets der Song und die Stimme. Erstmals wird in verschiedenen Sprachen gesungen. Neben Englisch, Italienisch und Französisch gibt es auch Afrikanisch und sogar einen Schweizer Mundart-Song zu hören.
Die kleine Besetzung erzeugt in den Balladen eine intime Spannung, welche einem aus dem Alltag reissen kann. Die eigenwilligen Arrangements klingen zeitweise orientalisch, oder auch erstaunlich rockig, wenn das Cello losdrückt.

Die aus Triest stammende Sängerin Irina Simoneta überzeugt durch Intensität und Natürlichkeit. Mit italienischem Charme bahnt sie sich einen Weg in die Herzen der ZuhörerInnen. Ohne elektronische Effektgeräte zu benötigen, holt Andreas Kühnrich aus seinem Cello überraschende Klänge raus. Lyrisch virtuos einerseits, rau erdig andererseits prägt er den speziellen Sound von Little Venus. Gitarrist Marc Rossier, welcher die meisten Songs schrieb, zaubert ein abwechslungsreiches Klangbild. Harte Slides mit dem Bottleneck auf der blechernen Dobro kontrastieren mit seiner filigranen Virtuosität, die er dezent und geschmackvoll einsetzt.
Irina Simoneta | leadvocals, percussion, flute |
Andreas Kühnrich | violoncello, guitars, vocals |
Marc Rossier | guitars, vocals, dobro, coral sitar, variax |
| Aktualisiert: 07.11.2008 © 2007 nikmusik |